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Geschichte: Brigitte Meier

Vom Panikpanter zur Powerfrau!

Gründerin der Praxis Kreativum

Geschichte: Brigitte Meier

Vom Panikpanter zur Powerfrau!

Gründerin der Praxis Kreativum

Das Leben wird vorwärts gelebt aber rückwärts verstanden…

Ich litt selbst 27 Jahre an Angst- und Panikattacken, ausgelöst durch eine Traumatisierung im Kindesalter, die mir selbst aber lange Zeit vollkommen unbekannt und unbewusst war. Im Alter von 23 Jahren überfielen mich dann schließlich die ersten Symptome, die dann fortwährend mein Leben begleiteten… diese führten schließlich dazu, dass meine Lebensqualität immer weniger wurde. Zuerst vermutete ich eine schwere körperliche Erkrankung… Oft hatte ich Todesängste… Ganz schlimme Zustände…

Nach einer furchtbaren Odysee und der verzweifelten Suche nach Hilfe, gelangte ich 2005 aus eigener Recherche zu einer EMDR Therapie, mit der ich schließlich geheilt wurde…

Wenn sie nun meine Geschichte im Detail wissen möchten lesen sie einfach unten weiter.

September 1978,

ein Tag in diesem Monat verändert mein Leben. Aus einer lebenslustigen, mutigen jungen Frau wird ein ängstliches, unsicheres Wesen. 
Die Mutter von 2 kleinen Töchtern wird zu einer Frau, die sich selbst oft als hilfloses Kind erlebt. Die Ehefrau eines Mannes, die Freude am Leben hatte, kann nicht mehr alleine zuhause sein. Zu allen Erledigungen außer Haus benötige ich Begleitung. Mit dem bloßen  Auge war kein Grund zu erkennen, wieso dies geschah und die Frage nach dem wieso und warum wurde jeden Tag lauter. Damals konnte ich den Auslöser für meine Lebensveränderung nicht erkennen, doch heute weiß ich, was damals geschah.

Ich fühlte mich plötzlich so alleine,

obwohl meine Kinder, meine Eltern um mich herum waren. Und mein Körper reagierte mit einem starken Schwindelgefühl darauf. Meine Eltern gaben mir gleich Kreislauftropfen, ich legte mich auf eine Gartenliege und wartete bis dieser Zustand sich verbesserte. Der starke Schwindel wurde besser und es blieb ein latentes Schwindelgefühl, das mich fortan die nächsten Jahre begleiten sollte. Immer mehr suspekte Körpersymptome kamen hinzu. Ich begann innerlich zu zittern, hatte ständig Angst, wurde täglich trauriger, ja depressiv. Mein Hausarzt, den ich als ersten konsultierte, nahm mir Blut ab und stellte fest, dass ich eigentlich gesund wäre, aber ob, denn meine Ehe nicht gut wäre. Immer öfter kam es zu starken Schwindelattacken, damit verbunden das Gefühl,“ ich werde verrückt“. Ich wollte und konnte nicht mehr alleine sein. Schon das Wort Alleinsein hat in mir Panik ausgelöst. 

Aus der einst mutigen jungen Frau wurde

eine angstvolle junge Frau, die Ihr Leben begann um die Angst herum zu organisieren.
Ich lebte im Haus meiner Eltern mit meiner Familie, so begann sich meine Mutter und mein Mann abzusprechen, wann wer im Haus ist, damit ich nicht alleine bleiben muss. Es war manchmal sehr schwierig, zumal mein Mann beruflich im Außendienst  unterwegs war. Ich wurde sehr depressiv und wusste nicht wie das alles weitergehen sollte. Ich, die ich immer aktiv und interessiert an vielen Dingen war, zog mich immer mehr zurück, empfand mich als Last für die Anderen.  Es kam zu heftigen Panikattacken, in denen ich oft glaubte sterben müssen. Und oft geschah es aus heiterem Himmel und ich konnte keinen Zusammenhang erkennen, warum es gerade jetzt passiert musste. Termine wollte ich gar keine mehr vereinbaren, aus lauter Angst es könnte mir dann nicht gut gehen, oder es würde zu einer Panikattacken kommen, dort wo ich es auf keinen Fall erleben wollte. 

Ich war eine Gefangene und der Käfig in dem ich leben musste, wurde immer kleiner, 

denn Angst hat die Tendenz sich wie eine zähe Flüssigkeit langsam auszudehnen und das erlebte ich jeden Tag. Hätte ich damals gewusst, dass mich dieser Käfig 27 Jahre umgeben wird, wäre ich vielleicht wirklich verrückt geworden. Noch heute kommen mir die Tränen, wenn ich daran denke, was für ein kleines, bedrohliches Leben ich damals geführt habe. Meine beiden Töchter, die noch klein waren integrierten sich in dieses Angstleben. Sie übernahmen schon Aufgaben, die sie überfordert haben, heute weiß ich das, damals war ich nur froh, dass sie da waren. Mein Mann hatte 1973 eine selbständige lebenslustige Frau geheiratet und seit 1978 hatte er eine ängstliche, zu Panik neigende unselbständige Frau an seiner Seite. Ich selbst war ständig auf der Suche nach der Ursache für meine tiefgreifende Lebensveränderung, was nachvollziehbar ist. Für Freunde, Bekannte, ja auch für meine Geschwister wurde ich irgendwann eine Frau, die sich das alles nur einbildet, die simuliert. Diese Kränkung kam zu all dem seelischen Leiden noch hinzu. Die Jahre vergingen ganz einfach und ich behielt die Aufschrift Hypochonder. Krank zu sein und dabei noch gut auszusehen, das ist ein absolutes no go!  Kraft gaben mir in all der Zeit meine kreativen Fähigkeiten.  So malte ich, modellierte, nähte, um weiter zu überleben und um mir daraus  eine Lebensbestätigung zu holen. Ich wurde zum absoluten Autodidakten. Da ich keine vhs Kurse oder andere Fortbildungskurse wahrnehmen konnte, habe ich mir alles selbst beigebracht. 

Ich danke Gott, dass er mir die Fähigkeit dazu geschenkt hat.

1995 geschah dann noch etwas Einmaliges. Ich durfte nochmal Mutter werden. Ein kleiner Junge kam gesund und munter auf die Welt. Ich war stolz auf diese Leistung, die ich mir kaum zugetraut hatte. Dank der Unterstützung meiner Töchter konnte ich diese neue Herausforderung bewältigen. Als dann im Jahr 1998 meine Tochter schwer erkrankte, brach ich innerlich völlig zusammen und meine Symptome verstärkten sich weiter. Ich musste ins Krankenhaus, da ich extreme Körpersymptome hatte, die mich völlig lahm legten. Ich konnte nicht mehr schlafen, war völlig entkräftet, konnte kaum auf meinen eigenen Füßen stehen.  Manchmal saß ich im Rollstuhl und musste gefahren werden. Es erschreckt mich heute noch, wenn ich daran denke, wie schlecht es mir damals ging. Ich dachte immer ich bin unheilbar krank.

Nach zahlreichen Untersuchungen lautet die Diagnose: larvierte Depression. 

Daraufhin ging ich 12 Wochen in eine psychosomatische Klinik und kam stabilisiert wieder nach Hause. Wen ich aber wieder mit nach Hause nehmen durfte, waren die Angst und Panikzustände. Gerne wäre ich eine Schlange gewesen und hätte mich einfach gehäutet und meine alte Haut in dieser Klinik gelassen. Aber leider musste ich weiter damit leben. Und dies trotz Psychotherapie und Co. Diese war mir anfangs sehr suspekt und ich dachte immer so was habe ich nicht nötig. Heute weiß ich, ich hätte eine andere Art der Psychotherapie nötig gehabt, aber auf die musste ich noch ein paar Jahre warten. In meinem Bekanntenkreis war ich jetzt auch noch die, die zu einem Psychotherapeuten geht, der ihr was einredet. Zwischenzeitlich war mir die Meinung der Anderen aber völlig egal, ich erkannte dass all die, die mich zu einem Hypochonder abgestempelt hatten, dringend therapeutischen Beistand benötigt hätten. Leider haben die wenigsten von Ihnen diese Notwendigkeit bis zum heutigen Tag erkennen dürfen. In meinen Therapiesitzungen ging es um Vergangenes und Zukünftiges. Was aber zu keiner Veränderung meiner Angst-und Panikattacken führte. Ich merkte, ich musste mich irgendwie damit abfinden. Da ich mich in meinem Heimatort immer unwohler fühlte und auch das Verhältnis zu meinen Eltern schwieriger wurde, wäre ich am liebsten weggezogen. Aber da waren doch die Panikattacken, um die herum ich mein kleines Leben eingerichtet hatte. In meiner Seele wurde es immer mehr ein Thema weg zu ziehen, in eine andere Gegend. 
Einerseits war da eine große Lust auf diese Veränderung andererseits eine riesige Angst es zu tun. 2002 war dann ein Jahr der Veränderung, an die ich so nie geglaubt habe ,die aber mein Leben so verändert hat, dass ich heute nur danke sagen kann, für die Kraft, die mir der  Himmel dafür zur Verfügung gestellt hat. Mein Mann, mein Sohn damals 6 Jahre alt und ich und die Angst, wir zogen ca. 80 km weit weg von meinem Heimatort. Das Abenteuer begann. Meine Therapeutin meinte damals es wäre jetzt an der Zeit mich selbst zu verwirklichen, dann würden vielleicht die Angst und Panikattacken verschwinden. Da ich schon lange Jahre künstlerisch tätig war, ohne an die Öffentlichkeit zu gehen, war ich mutig und eröffnete eine Galerie mit einem Kreativladen. Ich gab kreativ Kurse und glaubte an die Veränderung.Leider hatte ich dann noch mehr Attacken als vorher. Ich war verzweifelt und habe mich wieder einmal mit meiner Mutter unterhalten, die dann erwähnte, dass ich bei einem
Krankenhausaufenthalt im Alter von Jahren fürchterlich geschrieen hätte als die Krankenschwestern mich ihr entrissen und mich zu einer Lumbalpunktion brachten. Dort wurde mir eine sehr dicke Nadel in meinen Spinalkanal eingeführt um Liquor zu entnehmen. Es bestand der Verdacht auf Gehirnhautentzündung.
Ich wusste zwar ein paar Einzelheiten aus dieser Krankenhauszeit
aber das volle Ausmaß des Eingriffs war mir nie bewusst gewesen. 

Als ich dann diese Begebenheit meiner Therapeutin erzählte,

meinte sie doch etwas erschrocken, dass ich vermutlich traumatisiert bin und dass dieses Entreißen und die anschließende Behandlung einer Vergewaltigung gleich kommt. Da die Therapie mit ihr zum Abschluss gekommen war, musste ich selbst schauen, wie ich mit der Diagnose Trauma weiterkommen könnte.Ich begann zu recherchieren, vor allem im Internet und bin dann auf die Traumatherapie EMDR gestoßen, habe Bücher gekauft und wieder Hoffnung geschöpft. Habe das verstanden mit den Triggern, oder Auslösern, wie sie auch genannt werden, Situationen, wo sich das limbische System an die Ursituation beginnt zu erinnern und dann die Situation auf der körperlichen Ebene noch einmal beginnt zu reinzenieren.
2005 folgte eine EMDR Traumatherapie in einer Klinik, da im ambulanten Bereich keiner an mein Trauma rütteln wollte, da es schon 27 Jahre mein ständiger Begleiter war. Meine private Krankenversicherung wollte mir keine Genehmigung für den Krankenhausaufenthalt geben, da ja alles schon chronifiziert ist und ich keine Chance mehr auf eine Heilung habe, Aussage des damaligen Gutachters.
Ja und es geschah, was geschehen musste, die EMDR Behandlung war erfolgreichich habe nochmals meine Todesängste, die ich während dieser Lumbalpunktion hatte durchlebt, habe alle fürchterlichen Symptome über mich ergehen lassen und dann war  es vorbei, ich hab es ÜBERLEBT.
Meine private Krankenversicherung musste in einem Rechtsstreit sich der Tatsache stellen, dass die Therapie erfolgreich war und die Kosten der Behandlung von ihnen zu tragen waren.
Nun war es mein Ziel mit 50 Jahren noch meinen Heilpraktiker für Psychotherapie zu machen, die nötigen Ausbildungen zu absolvieren um dann anderen Betroffenen zu helfen, damit die Leidenswege verkürzt werden und die wirklichen Lebenswege beschritten werden können.

Es freut mich, dass der Himmel mich so reich beschenkt hat und ich heute diese Aufgabe sehr erfolgreich durchführen darf.

Zwischenzeitlich habe ich meine eigene Therapierichtung gefunden, das intensivEMDR, wo meine Patienten innerhalb von 2-3 Wochen Ihre Traumata mit meiner Unterstützung auflösen und dann endlich frei sein dürfen.
 
Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass ich im Alter von 6 Jahren durch diesen Krankenhausaufenthalt schwer traumatisiert wurde. Das Trauma aber durch meine Abwehrmechanismen bis zum Alter von 23 Jahren gut geschützt in meinem limbischen Gehirnsystem geschlummert hat, um dann an diesem Septembertag im Jahr 1978 durch eine Emotion, die ich aus dem Krankenhausaufenthalt kannte aufzubrechen und dann 27 Jahre meines Leben zu beherrschen. Ohne Worte.
 
ICH DANKE DEM HIMMEL, DASS DIE EMDR THERAPIE MEIN
LEBEN VERÄNDERT HAT.

Das Leben wird vorwärts gelebt aber rückwärts verstanden…

Ich litt selbst 27 Jahre an Angst- und Panikattacken, ausgelöst durch eine Traumatisierung im Kindesalter,
die mir selbst aber lange Zeit vollkommen unbekannt und unbewusst war. Im Alter von 23 Jahren überfielen
mich dann schließlich die ersten Symptome, die dann fortwährend mein Leben begleiteten… diese führten
schließlich dazu, dass meine Lebensqualität immer weniger wurde. Zuerst vermutete ich eine schwere körperliche Erkrankung… Oft hatte ich Todesängste… Ganz schlimme Zustände…

Nach einer furchtbaren Odysee und der verzweifelten Suche nach Hilfe, gelangte ich 2005 aus eigener Recherche zu einer EMDR Therapie, mit der ich schließlich geheilt wurde…

Wenn sie nun meine Geschichte im Detail wissen möchten lesen sie einfach unten weiter.

September 1978,

ein Tag in diesem Monat verändert mein Leben. Aus einer lebenslustigen, mutigen jungen Frau wird ein ängstliches, unsicheres Wesen. 
Die Mutter von 2 kleinen Töchtern wird zu einer Frau, die sich selbst oft als hilfloses Kind erlebt. Die Ehefrau eines Mannes, die Freude am Leben hatte, kann nicht mehr alleine zuhause sein. Zu allen Erledigungen außer Haus benötige ich Begleitung. Mit dem bloßen  Auge war kein Grund zu erkennen, wieso dies geschah und die Frage nach dem wieso und warum wurde jeden Tag lauter. Damals konnte ich den Auslöser für meine Lebensveränderung nicht erkennen,
doch heute weiß ich, was damals geschah.

Ich fühlte mich plötzlich so alleine,

obwohl meine Kinder, meine Eltern um mich herum waren. Und mein Körper reagierte mit einem starken Schwindelgefühl darauf. Meine Eltern gaben mir gleich Kreislauftropfen, ich legte mich auf eine Gartenliege und wartete bis dieser Zustand sich verbesserte. Der starke Schwindel wurde besser und es blieb ein latentes Schwindelgefühl, das mich fortan die nächsten Jahre begleiten sollte. Immer mehr suspekte Körpersymptome kamen hinzu. Ich begann innerlich zu zittern, hatte ständig Angst, wurde täglich trauriger, ja depressiv. Mein Hausarzt, den ich als ersten konsultierte, nahm mir Blut ab und stellte fest, dass ich eigentlich gesund wäre, aber ob, denn meine Ehe nicht gut wäre. Immer öfter kam es zu starken Schwindelattacken, damit verbunden das Gefühl,“ ich werde verrückt“. Ich wollte und konnte nicht mehr alleine sein. Schon das Wort Alleinsein hat in mir Panik ausgelöst. 

Aus der einst mutigen jungen Frau wurde

eine angstvolle junge Frau, die Ihr Leben begann um die Angst herum zu organisieren.
Ich lebte im Haus meiner Eltern mit meiner Familie, so begann sich meine Mutter und mein Mann abzusprechen, wann wer im Haus ist, damit ich nicht alleine bleiben muss. Es war manchmal sehr schwierig, zumal mein Mann beruflich im Außendienst  unterwegs war. Ich wurde sehr depressiv und wusste nicht wie das alles weitergehen sollte. Ich, die ich immer aktiv und interessiert an vielen Dingen war, zog mich immer mehr zurück, empfand mich als Last für die Anderen.  Es kam zu heftigen Panikattacken, in denen ich oft glaubte sterben müssen. Und oft geschah es aus heiterem Himmel und ich konnte keinen Zusammenhang erkennen, warum es gerade jetzt passiert musste. Termine wollte ich gar keine mehr vereinbaren, aus lauter Angst es könnte mir dann nicht gut gehen, oder es würde zu einer Panikattacken kommen, dort wo ich es auf keinen Fall erleben wollte. 

Ich war eine Gefangene und der Käfig in dem ich leben musste, wurde immer kleiner, 

denn Angst hat die Tendenz sich wie eine zähe Flüssigkeit langsam auszudehnen und das erlebte ich jeden Tag. Hätte ich damals gewusst, dass mich dieser Käfig 27 Jahre umgeben wird, wäre ich vielleicht wirklich verrückt geworden. Noch heute kommen mir die Tränen, wenn ich daran denke, was für ein kleines, bedrohliches Leben ich damals geführt habe. Meine beiden Töchter, die noch klein waren integrierten sich in dieses Angstleben. Sie übernahmen schon Aufgaben, die sie überfordert haben, heute weiß ich das, damals war ich nur froh, dass sie da waren. Mein Mann hatte 1973 eine selbständige lebenslustige Frau geheiratet und seit 1978 hatte er eine ängstliche, zu Panik neigende unselbständige Frau an seiner Seite. Ich selbst war ständig auf der Suche nach der Ursache für meine tiefgreifende Lebensveränderung, was nachvollziehbar ist. Für Freunde, Bekannte, ja auch für meine Geschwister wurde ich irgendwann eine Frau, die sich das alles nur einbildet, die simuliert. Diese Kränkung kam zu all dem seelischen Leiden noch hinzu. Die Jahre vergingen ganz einfach und ich behielt die Aufschrift Hypochonder. Krank zu sein und dabei noch gut auszusehen, das ist ein absolutes no go!  Kraft gaben mir in all der Zeit meine kreativen Fähigkeiten.  So malte ich, modellierte, nähte, um weiter zu überleben und um mir daraus  eine Lebensbestätigung zu holen. Ich wurde zum absoluten Autodidakten. Da ich keine vhs Kurse oder andere Fortbildungskurse wahrnehmen konnte, habe ich mir alles selbst beigebracht. 

Ich danke Gott, dass er mir die Fähigkeit dazu geschenkt hat.

1995 geschah dann noch etwas einmaliges. Ich durfte nochmal Mutter werden. Ein kleiner Junge kam gesund und munter auf die Welt. Ich war stolz auf diese Leistung, die ich mir kaum zugetraut hatte. Dank der Unterstützung meiner Töchter konnte ich diese neue Herausforderung bewältigen. Als dann im Jahr 1998 meine Tochter schwer erkrankte, brach ich innerlich völlig zusammen und meine Symptome verstärkten sich weiter. Ich musste ins Krankenhaus, da ich extreme Körpersymptome hatte, die mich völlig lahm legten. Ich konnte nicht mehr schlafen, war völlig entkräftet, konnte kaum auf meinen eigenen Füßen stehen.  Manchmal saß ich im Rollstuhl und musste gefahren werden. Es erschreckt mich heute noch, wenn ich daran denke, wie schlecht es mir damals ging. Ich dachte immer ich bin unheilbar krank.

Nach zahlreichen Untersuchungen lautet die Diagnose: larvierte Depression. 

Daraufhin ging ich 12 Wochen in eine psychosomatische Klinik und kam stabilisiert wieder nach Hause. Wen ich aber wieder mit nach Hause nehmen durfte, waren die Angst und Panikzustände. Gerne wäre ich eine Schlange gewesen und hätte mich einfach gehäutet und meine alte Haut in dieser Klinik gelassen. Aber leider musste ich weiter damit leben. Und dies trotz Psychotherapie und Co. Diese war mir anfangs sehr suspekt und ich dachte immer so was habe ich nicht nötig. Heute weiß ich, ich hätte eine andere Art der Psychotherapie nötig gehabt, aber auf die musste ich noch ein paar Jahre warten. In meinem Bekanntenkreis war ich jetzt auch noch die, die zu einem Psychotherapeuten geht, der ihr was einredet. Zwischenzeitlich war mir die Meinung der Anderen aber völlig egal, ich erkannte dass all die, die mich zu einem Hypochonder abgestempelt hatten, dringend therapeutischen Beistand benötigt hätten. Leider haben die wenigsten von Ihnen diese Notwendigkeit bis zum heutigen Tag erkennen dürfen. In meinen Therapiesitzungen ging es um Vergangenes und Zukünftiges. Was aber zu keiner Veränderung meiner Angst-und Panikattacken führte. Ich merkte, ich musste mich irgendwie damit abfinden. Da ich mich in meinem Heimatort immer unwohler fühlte und auch das Verhältnis zu meinen Eltern schwieriger wurde, wäre ich am liebsten weggezogen. Aber da waren doch die Panikattacken, um die herum ich mein kleines Leben eingerichtet hatte. In meiner Seele wurde es immer mehr ein Thema weg zu ziehen, in eine andere Gegend. 
Einerseits war da eine große Lust auf diese Veränderung andererseits eine riesige Angst es zu tun. 2002 war dann ein Jahr der Veränderung, an die ich so nie geglaubt habe ,die aber mein Leben so verändert hat, dass ich heute nur danke sagen kann, für die Kraft, die mir der  Himmel dafür zur Verfügung gestellt hat. Mein Mann, mein Sohn damals 6 Jahre alt und ich und die Angst, wir zogen ca. 80 km weit weg von meinem Heimatort. Das Abenteuer begann. Meine Therapeutin meinte damals es wäre jetzt an der Zeit mich selbst zu verwirklichen, dann würden vielleicht die Angst und Panikattacken verschwinden. Da ich schon lange Jahre künstlerisch tätig war, ohne an die Öffentlichkeit zu gehen, war ich mutig und eröffnete eine Galerie mit einem Kreativladen. Ich gab kreativ Kurse und glaubte an die Veränderung.Leider hatte ich dann noch mehr Attacken als vorher. Ich war verzweifelt und habe mich wieder einmal mit meiner Mutter unterhalten, die dann erwähnte, dass ich bei einem
Krankenhausaufenthalt im Alter von Jahren fürchterlich geschrieen hätte als die Krankenschwestern mich ihr entrissen und mich zu einer Lumbalpunktion brachten. Dort wurde mir eine sehr dicke Nadel in meinen Spinalkanal eingeführt um Liquor zu entnehmen. Es bestand der Verdacht auf Gehirnhautentzündung.
Ich wusste zwar ein paar Einzelheiten aus dieser Krankenhauszeit
aber das volle Ausmaß des Eingriffs war mir nie bewusst gewesen. 

Als ich dann diese Begebenheit meiner Therapeutin erzählte,

meinte sie doch etwas erschrocken, dass ich vermutlich traumatisiert bin und dass dieses Entreißen und die anschließende Behandlung einer Vergewaltigung gleich kommt. Da die Therapie mit ihr zum Abschluss gekommen war, musste ich selbst schauen, wie ich mit der Diagnose Trauma weiterkommen könnte.Ich begann zu recherchieren, vor allem im Internet und bin dann auf die Traumatherapie EMDR gestoßen, habe Bücher gekauft und wieder Hoffnung geschöpft. Habe das verstanden mit den Triggern, oder Auslösern, wie sie auch genannt werden, Situationen, wo sich das limbische System an die Ursituation beginnt zu erinnern und dann die Situation auf der körperlichen Ebene noch einmal beginnt zu reinzenieren.
2005 folgte eine EMDR Traumatherapie in einer Klinik, da im ambulanten Bereich keiner an mein Trauma rütteln wollte, da es schon 27 Jahre mein ständiger Begleiter war. Meine private Krankenversicherung wollte mir keine Genehmigung für den Krankenhausaufenthalt geben, da ja alles schon chronifiziert ist und ich keine Chance mehr auf eine Heilung habe, Aussage des damaligen Gutachters.
Ja und es geschah, was geschehen musste, die EMDR Behandlung war erfolgreichich habe nochmals meine Todesängste, die ich während dieser Lumbalpunktion hatte durchlebt, habe alle fürchterlichen Symptome über mich ergehen lassen und dann war  es vorbei, ich hab es ÜBERLEBT.
Meine private Krankenversicherung musste in einem Rechtsstreit sich der Tatsache stellen, dass die Therapie erfolgreich war und die Kosten der Behandlung von ihnen zu tragen waren.
Nun war es mein Ziel mit 50 Jahren noch meinen Heilpraktiker für Psychotherapie zu machen, die nötigen Ausbildungen zu absolvieren um dann anderen Betroffenen zu helfen, damit die Leidenswege verkürzt werden und die wirklichen Lebenswege beschritten werden können.

Es freut mich, dass der Himmel mich so reich beschenkt hat und ich heute diese Aufgabe sehr erfolgreich durchführen darf.

Zwischenzeitlich habe ich meine eigene Therapierichtung gefunden, das intensivEMDR, wo meine Patienten innerhalb von 2-3 Wochen Ihre Traumata mit meiner Unterstützung auflösen und dann endlich frei sein dürfen.
 
Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass ich im Alter von 6 Jahren durch diesen Krankenhausaufenthalt schwer traumatisiert wurde. Das Trauma aber durch meine Abwehrmechanismen bis zum Alter von 23 Jahren gut geschützt in meinem limbischen Gehirnsystem geschlummert hat, um dann an diesem Septembertag im Jahr 1978 durch eine Emotion, die ich aus dem Krankenhausaufenthalt kannte auf zu brechen und dann 27 Jahre meines Leben zu beherrschen. Ohne Worte.
 
ICH DANKE DEM HIMMEL, DASS DIE EMDR THERAPIE MEIN
LEBEN VERÄNDERT HAT.